Hintergrund

Gesellschaftspolitische Entwicklungen wie die Stärkung von Bürgerrechten, der Ausbau von Verbraucherschutz und die Berücksichtigung von Diversität haben in den letzten Jahrzehnten gleichermaßen Einfluss auf die Gesundheitsversorgung und die gesundheitsbezogene Forschung genommen. So spielen Aspekte wie Partizipation, Gendersensibilität, patientenrelevante Endpunkte, komplexe Interventionen und der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis eine immer größere Rolle. Wie bilden sich diese Trends in der aktuellen Forschungslandschaft ab? Und wie können Forschende angesichts dieser Herausforderungen unterstützt werden? Hier setzt das Begleitforschungsprojekt GeLang BeLLa an. Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufene Initiative „Gesund – ein Leben lang“ (GeLang) werden inzwischen über 30 Forschungsverbünde und mehr als 20 Einzelprojekte gefördert. Diese adressieren die spezifischen gesundheitlichen Belange verschiedener Bevölkerungsgruppen: Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer, arbeitende Menschen sowie Ältere.

Mehr Informationen zur Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ finden Sie im Förderkatalog sowie in den Mitteilungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Ziele

Die Begleitforschung verfolgt in einem mehrstufigen Ansatz das Ziel, zum Gelingen der gesamten Förderinitiative beizutragen:

Zum einen sollen durch GeLang BeLLa Forschungsprozesse und –inhalte innerhalb der Förderinitiative abgebildet werden: Hierfür werden relevante projekt- und themenübergreifende Querschnittkonzepte identifiziert und es wird untersucht, wie diese in unterschiedlichen Studiendesigns und in Abhängigkeit von der Zielgruppe operationalisiert werden. Zum anderen sollen die Forschungsvorhaben in GeLang unterstützt werden, indem bedarfsgerechte Vernetzungs- und Informationsangebote bereitgestellt werden. Darüber hinaus sind Harmonisierungs- und Konsensprozesse geplant, um daraus zielgruppengerechte Good-Practice-Empfehlungen abzuleiten und die deutsche Gesundheitsforschung zu stärken. Neben einer wissenschaftlichen Synthese der gewonnenen Erkenntnisse sollen die Ergebnisse des Begleitforschungsprojekts zielgruppengerecht für Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit aufgearbeitet werden. Dies soll unter Einbeziehung relevanter Akteur/innen (z.B. Patient/innen, Krankenversicherungen) geschehen.

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01GL1905A)

Laufzeit: August 2019 – Juli 2023

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